Waldwinterspiele – ein Ausflug des 3. Jahrgangs

Am Dienstag des Ausflugs haben wir uns schon sehr früh in der Schule getroffen, nämlich zwischen 7:30 und 7:45 Uhr. Die Kinder, die besonders früh da waren, konnten sich in der Mensa noch ein bisschen aufwärmen. Um 7:45 Uhr sind wir gemeinsam zum Hauptbahnhof gelaufen und mit dem R-Bus bis zur Endhaltestelle Böllenfalltor gefahren. Von dort aus ging es zu Fuß weiter zum Spielplatz Arche Noah am Herrgottsberg.

Dort hatten wir Zeit, etwas zu frühstücken und neue Energie zu sammeln. Danach wurden wir von den Förstern Herr Wolf, Lennart Kersting und zwei Praktikantinnen begrüßt. Gemeinsam gingen wir den steilen Weg hinab zum Goetheteich. Dabei waren wir besonders vorsichtig und liefen langsam, denn der Weg war rutschig und Rennen war verboten.

Am Goetheteich starteten die Waldwinterspiele. Zuerst erklärten uns die Förster den Ablauf: Vor jeder Aufgabe hatten wir eine Minute Zeit, um uns als Gruppe zu besprechen. Nach jeder Aufgabe gab es eine Feedbackrunde, in der wir darüber gesprochen haben, was gut geklappt hat und was wir beim nächsten Mal besser machen können.

Nach dieser Erklärung gingen wir zur ersten Station und spielten Tierpantomime. Ein Kind stellte ein Tier ohne Worte dar, zum Beispiel einen Frosch, ein Eichhörnchen oder einen Wolf. Die anderen Kinder rieten, welches Tier gemeint war. Wir durften uns vorher absprechen, aber nur ein Kind sagte dem Förster unsere Lösung. In der anschließenden Feedbackrunde merkten wir, wie wichtig Zuhören und Zusammenarbeiten ist.

Danach folgte eine Station, bei der wir als Team einen Baumstamm durch einen Parcours tragen mussten. Dabei durften wir das Flatterband nicht zu stark berühren. Besonders die Kurven waren schwierig, aber gemeinsam schafften wir es. Auch hier besprachen wir anschließend, was gut geklappt hatte.

An der nächsten Station bauten wir aus Brettern zwei Da-Vinci-Brücken, die ganz ohne Nägel hielten. Wir teilten uns in zwei Baugruppen auf. Als eine Gruppe fertig war, half sie der anderen. Am Ende konnte auf jeder Brücke ein Kind stehen, ohne dass sie zusammenbrach. Darauf waren wir sehr stolz.

Anschließend wartete das Spinnennetz auf uns. Zwischen zwei Bäumen waren Seile gespannt, durch die mehrere Öffnungen entstanden. Wir überlegten gemeinsam und halfen uns gegenseitig vorsichtig durch die Öffnungen, ohne die Seile zu berühren. Auch hier lernten wir, wie wichtig gegenseitige Hilfe ist.

Bei der nächsten Aufgabe mussten wir Holzstämme von vollen zu leeren Holzlagerplätzen transportieren. Es gab zwei volle Holzlagerplätze und zwei leere, und wir teilten uns in zwei Gruppen auf. Jede Gruppe arbeitete an einem vollen Lagerplatz, trug die Holzstämme zu einem leeren Platz und stapelte sie ordentlich. Als eine Gruppe fertig war, half sie der anderen, bis alle Holzstämme umgeräumt und ordentlich gestapelt waren. Die Förster erklärten uns, dass man diese Arbeit (gesammeltes und sortiertes Rundholz) im Wald „poltern“ nennt. Das war anstrengend, aber wir hielten gut zusammen.

Zum Schluss durften wir kreativ werden und eine Murmelbahn aus Materialien aus dem Wald bauen. Die Murmelbahn sollte zwei Kurven, eine Brücke und eine Rampe haben. Ein Basketball mit wenig Luft sollte die Bahn hinunterrollen. Wir hatten dafür drei Versuche und jubelten, als fast alles funktionierte.

Am Ende bekamen wir von den Förstern ein tolles Feedback. Sie sagten, dass wir die Aufgaben sehr gut als Gruppe gelöst haben. Außerdem bekommen wir noch Post von ihnen mit Urkunden. Als Extra-Aufgabe durften wir mit einer Praktikantin sogar auf einem Bein den Herrgottsberg hochhüpfen. Danach konnten wir noch frei spielen.

Als wir später losgehen wollten, merkten wir, dass eine andere Gruppe die nach uns an den Waldwinterspielen teilnahm aus Versehen einen Rucksack von einem Kind aus unserer Gruppe mitgenommen hatte. Da wir wussten, wo die erste Station war, liefen wir dorthin zurück, holten den Rucksack und gingen anschließend zum Böllenfalltor. Von dort fuhren wir mit dem R-Bus zurück zum Hauptbahnhof und liefen gemeinsam zur Schule zurück. Dort hatten wir noch ungefähr eine Stunde Freiarbeit.

Die Waldwinterspiele haben uns sehr viel Spaß gemacht. Wir sind als Gruppe zusammengewachsen und haben gelernt, wie wichtig Teamarbeit, Rücksicht und gegenseitige Hilfe sind. Dieser Tag im Wald wird uns lange in Erinnerung bleiben.

Vielen Dank an die Förster für den tollen, spannenden und erlebnisreichen Vormittag im Wald!