Wir durften die tolle Erfahrung machen, 2 Monate an der Monarch Bay Montessori Academy in Dana Point, Kalifornien, Teil der Schulfamilie zu sein.
So wie auch an der Monte in Darmstadt, dürfen sich Eltern hier einbringen. Allerdings ohne dafür Elternstunden zu bekommen. Als Begleitung zu Ausflügen, zum Gestalten des Klassenraums (frische Blumen auf den Tischen arrangieren), zum Matheüben oder als Lesepaten. Ich trug mich also für den Dienst als Lesepatin in den Kalender an der Klassenzimmertür ein.
Um 10 Uhr durfte ich starten. Die Kinder waren bereits informiert worden, dass ich komme. Der erste Junge begrüßte mich mit: „Hello, Miss Denise, my name is Sam“. Er zog sich ohne viele Worte ein Heft aus dem Bücherkarussell, das für seinen Wissensstand geeignet war. Dann verschwand er zügig in der Leseecke am anderen Ende des Klassenraums. Ich hinterher. Da die Sonne wie fast immer warm durch die Rollos blitzte, war das Klimagerät in der Leseecke eingeschaltet. Gut, dass ich meinen Pullover dabei hatte. Wir setzten uns gemütlich auf die Kissen und Sam begann mir vorzulesen.
Die Hefte waren meist so kurz, dass wir gar nicht groß besprechen mussten, wie viel gelesen wird. Wenn das Heft zu Ende war, brachte das Kind es zurück in den Bücherständer und die Lernbegleiterin schickte mir das nächste Kind.
Wie bei uns in Darmstadt war die Bandbreite an Lesefortschritt bei den Erst- bis Drittklässler:innen ganz gemischt. Und ich freute mich zu erfahren, dass hier auch Montessori jedem sein Tempo beim Lesenlernen lassen konnte. Die Kinder hatten alle Spaß beim Vorlesen – sei es mit einzelnen Wörtern oder mit herausfordernden Namen aus der amerikanischen Geschichte.
Danke, für diesen Einblick in den Alltag einer amerikanischen Montessorischule!



Denise (Eltern)
