3 Fragen an die neuen Lernbegleitungen

Julia, Charlotte und Felix sind unsere neuen Lernbegleitungen und haben alle nach den Sommerferien im August 2025 gestartet. Julia in der Sekundaria, Felix in der Tertia und teilweise in der Sekundaria, Charlotte in der Tertia.

Drei verschiedene Charaktere mit unterschiedlichen Stärken und Schwerpunkten: Julia engagiert sich für den Schulacker, weil sie die Natur liebt. Felix ist beim Eberstadtprojekt dabei, weil er für den Erdkinderplan brennt. Charlotte würde gerne das Fach „Glück“ einführen, weil sie gerne noch mehr von ihrer lebensfrohen Art in den Schulalltag einbringen würde. Wir treffen sie im Besprechungszimmer neben dem Schulbüro und sind neugierig: Wo kommt ihr her? Wo wollt ihr hin? Und welches ist eure größte Herausforderung?

Frage 1: An welcher Schule warst du vor der Freien Montessori Schule Darmstadt?

Julia: Ich war vorher am Campus Klarenthal in Wiesbaden und habe dort im Kinderhaus, der Montessori-Grundschule (Klasse 1-4) und in der integrierten Gesamtschule gearbeitet.

Felix: Ich war in Bayern als Realschullehrer und auch mal für 7 Monate auf einem Segelschulschiff als Lehrer mit 44 Jugendlichen. Als ich mein Zoom-Bewerbungsgespräch für die Montessori Schule in Darmstadt hatte, war ich gerade auf Bermuda. Das Leben auf dem Schiff war eine gute Vorbereitung auf das Erdkinderplansetting: jeder hat einen bestimmten Job und Aufgaben, die übernommen werden müssen. Wir haben gemeinsam gekocht (so wie wir das auf dem Gelände in Eberstadt machen), mussten planen, improvisieren und mit begrenzten Mitteln klarkommen. Wir hatten natürlich auch regelmäßig Unterricht, aber wenn zum Beispiel ein Unwetter kam hatte „die Welt“ Vorrang.

Charlotte: Ich war 12 Jahre lang auf dem Schulzentrum Marienhöhe hier in Darmstadt.

Frage 2: Was ist deiner Meinung nach das Wichtigste, was deine Schüler:innen bei dir lernen sollen?

Charlotte: Bei mir dürfen die Schüler:innen gerne fürs Leben lernen – neben meinen Fächern Geschichte und Politik&Wirtschaft – wie man miteinander umgeht, wie man gut durchs Leben kommt, wie man sich selbst organisiert und wie man seine Ziele erreichen kann.

Felix: Ich sehe Selbständigkeit und Selbstsicherheit als wichtiges Lernziel. Vor allem bei den Jugendlichen in der Tertia, wo die Unsicherheit gefühlt wieder zunimmt. Dabei andere mit ihren Stärken und Bedürfnissen im Blick behalten. Der Erdkinderplanansatz auf dem Außengelände Eberstadt liegt mir auch am Herzen.

Julia: Mir sind das Sozialverhalten in einer Gruppe und der Umgang mit anderen einzelnen Menschen wichtig. Darüber hinaus natürlich auch, wie die Schüler:innen mit individuellen Lernstrategien am besten vorankommen.

Frage 3: Welches ist deiner Meinung nach die größte Herausforderung als Lehrkraft an unserer Montessori-Schule?

Hier waren sich alle drei LBs nahezu einig:

Felix: Spannung auszuhalten! Also, wo ist zum Beispiel bei Konflikten die Grenze zwischen Loslassen und Einschreiten? Wo ist es wichtig die Richtung vorzugeben, wo engt es eher ein?

Julia: Den Überblick zu behalten über alle Kinder und alle Fortschritte, ihren Lernstand, Lernziele, ihre Stärken und Entwicklungen. Ich sehe es als Herausforderung für mich und meine Persönlichkeit allen gerecht zu werden.

Charlotte: Die Bedürfnisse der Schüler:innen durch Beobachten zu erkennen, auch wenn sich manche zum Beispiel nicht direkt mitteilen. Wer arbeitet gerade woran und wer ist gerade auf welchem Stand?

Wir bedanken uns herzlich für dieses Interview und dafür, dass jeder von euch seine Stärken in unseren Schulalltag einbringt.

Denise (Eltern)