Das war fernsehreif!

Alle, die diesen Abend miterlebt haben, waren überwältigt. Unsere Gäste-jeder einzelne eine Persönlichkeit, die ‚ihre‘ Sache im Leben gefunden haben und dafür brennen.


Das waren der Künstler und Koch Frank Schylla, der die Freiheit und die mögliche Radikalität der Kunst liebt. Bilder sind für ihn Träger von Botschaften und Zeitthemen, deren Ausdrucksform er nutzt. Kochen als Passion und zusätzlichen Lebensunterhalt konfrontieren ihn mit Themen wie nachhaltigem Umgang mit Lebensmitteln und bringen ihn zum Nachdenken.
Frau Frühwacht-Treber, Aktivistin der ersten Stunde im Widerstand gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens. Motiviert von einem Pfarrer ihrer Gemeinde hat sie sich schon als Teenagerin gegen dieses Vorhaben gewehrt. Ihr Antrieb hat sich im Laufe der Zeit verändert, aber ihr Eifer ist nie erlahmt. Sie schätzt die Freiheit und Angstfreiheit, in der wir in Deutschland leben, als höchstes Gut ein und ruft alle Menschen und besonders alle jungen Menschen dazu auf, die Demokratie zu schätzen und zu verteidigen.
Die Unternehmerin, Barbara Eichelmann-Klebl, hat uns aus ihrer Vita erzählt. Die Selbstständigkeit in der sie arbeitet, ist ein Gut, das hart erkämpft ist und das sie nicht mehr missen möchte.
Der jüngste Teilnehmer, Bejan Yakin, ist vor vielen Jahren mit seinen Eltern aus Afganistan geflüchtet, weil das politische Engagement seiner Eltern die Familie in Bedrängnis gebracht hat. Er macht gerade Abitur, aber das Vorbild seiner Eltern motiviert ihn zur Mitarbeit in Flüchtlingsarbeit und er ist bereits politisch aktiv.
Alex Arnold ist Sozialarbeiter und engagiert sich ehrenamtlich im Verein Vielbunt, der sich um die Belange von Schwulen, Lesben, Bi und Transsexuellen in Darmstadt kümmert. Das Angebot des Vereins findet er enorm wichtig, weil trotz der Toleranz, die sich in Worten und sogar Gesetzen findet, die Realität Toleranz vermissen lässt.


Mit allen diesen spannenden Menschen sprachen wir über ihr Engagement und die damit verbundenen Werte. Wir fragten sie nach ihrer Definition von Glück und was sie glauben, wie diese Werte vermittelt werden könnten. Eine Gesprächsrunde unter Beteiligung des Publikums in unerwartet offener und damit sehr dichter Atmosphäre.
Ein besonderes Lob ist auch den beiden Moderatoren Bea Schmitt und Klaus Bechthold auszusprechen, die mit großer Professionalität und toller Vorbereitung uns durch diesen Abend geführt haben.
Ein großes Danke an alle, die dabei waren und diesen Abend möglich gemacht haben.